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Projekt Bioenergiedorf Dettum

Die Gemeinde Dettum hat sich schon vor längerer Zeit um die Teilnahme an einem Projekt des Landkreises Wolfenbüttel beworben, das die Entwicklung von Bioenergiedörfern fördern will. Es gibt in Deutschland schon mehrere erfolgreiche Projekte für Bioenergiedörfer, z.B. in der Region Göttingen das Bioenergiedorf Jühnde.

Wir sehen das Projekt "Bioenergiedorf Dettum" mit sehr kritischen Augen. Wir halten es generell für problematisch, Pflanzen für die Energiegewinnung anzubauen, weil damit entsprechende Ackerflächen für die Erzeugung von Nahrungsmitteln verloren gehen. Daher lehnen wir übrigens auch die erhöhte Beimischung von Bioethanol zum Benzin (" Super E10") ab und tanken lieber das (teurere) Superbenzin. Die Ausweitung eines solchen Modells auf eine globale Versorgung mit Wärmeenergie führt in eine Sackgasse. Im Gegensatz dazu sind moderne Windparks unverzichtbar für die globale Sicherung der Energieversorgung aus regenerativen Quellen.

Schließlich ist auch die ökölogische Gesamtbilanz eines Bioenergiedorfs unklar. Es wird ein erhebliches Kontingent an Holzschnitzeln zur Ergänzung der Heizernergie benötigt. Diese lassen sich schon heute kaum noch aus heimischen Wäldern gewinnen. In den meisten Modellrechnungen werden zudem nicht alle Fakten berücksichtigt (u.A. Düngung der Energiepflanzen, Energieverbrauch von Maschinen im Umfeld einer Biogasanlage).

  • Biogasanlagen sind auch keine ökologischen Energiequellen: Schleichende Vergiftung (lesenswerter Artikel aus der "Zeit", Nr. 20 vom 10.5.2012)
  • Die Bioenergie kann als nachhaltige Energiequelle für Deutschland keinen quantitativ wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten (lesenswerter Artikel aus der "Zeit", Nr. 31 vom 26.7.2012)

  • 26.6.2012: erste Informationsveranstaltung seitens der Gemeinde; ein Fragebogen wird angekündigt, in dem Interessenten ihre Bereitschaft zum finanziellen Engagement bekunden können
  • 27.8.2012: zweite Informationsveranstaltung seitens der Gemeinde; das (Zwischen-)Ergebnis der Fragebogenaktion ist mit 55 interessierten Haushalten enttäuschend

  • Könnte man sich nicht auch ein Bioenergiedorf auf Basis von Erdwärme vorstellen? Dann würden wir uns auch engagieren.
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(letzte Änderung: 21.4.2016)